23.10.2017

IoT-Lösung zur Digitalisierung von Paletten

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Backnang, 23. Oktober 2017. telent GmbH – ein Unternehmen der euromicron-Gruppe – entwickelt gemeinsam mit den Unternehmen metraTec GmbH in Magdeburg, Cabka GmbH & Co. KG in Weira und dem Fraunhofer-Institut für Fabrikbetrieb und -automatisierung IFF in Magdeburg eine IoT-Lösung zur Digitalisierung von Paletten. Frachttransporte in der Logistik sollen so transparent und effizienter gemacht werden.

Als wichtiges Element datengetriebener Mehrwertdienste im Internet der Dinge werden kritische Lieferungen besser abgesichert und gesteuert, Umlaufzeiten für Palettenpools minimiert und die Grundlagen zur Gestaltung offener Palettenpools für hochwertige wiederverwendbare Kunststoffpaletten geschaffen. Der Ladungsträger wird intelligent: Die IoT-Palette vereint verschiedene Funktionalitäten der Sensordatenerfassung, Analyse und Kommunikation auf einem logistischen Ladungsträger, die flexibel miteinander kombinierbar sind.

Grundlage hierfür ist ein intelligentes Endgerät, das in die Palette integriert wird und verschiedene Sensordaten wie z. B. die GPS-Position über das LoRaWAN™-Netz von Netzikon an die entsprechenden Stellen weiterleitet, wo die Daten weiter verarbeitet werden. Die Netzikon GmbH ist eine 2016 gegründete Tochter der telent GmbH. Als deutscher IoT-Netzbetreiber stellt das Unternehmen digitale Dienste für die Anbindung und Vernetzung intelligenter Geräte auf Basis der LoRa™-Funktechnologie bundesweit bereit. Die Funktechnik LoRaWAN™ basiert auf dem offenen Industrie-Standard LoraWAN™ und wird von der Non-Profit-Organisation LoRa-Alliance™ spezifiziert. Sie zeichnet sich besonders durch die Energieeffizienz und hohe Funkreichweiten aus.

Neben dem Tracken von Paletten ermöglicht die Technologie eine Vielzahl weiterer Anwendungen: Das Portfolio an Sensorik reicht vom einfachen Temperatursensor über Beschleunigungssensoren, die die Frachtbelastung messen oder Bewegungen der Palette signalisieren, bis hin zu CO2-Fühlern und Feuchtigkeitsmessern. In Kombination vermitteln sie zu jedem Zeitpunkt die aktuelle Umgebungssituation, geben aber auch einen Überblick über die Historie einer Frachtsendung.

LPWAN-Netze, wie etwa das Netz von Netzikon, dienen als Grundlage, um IoT-Daten energieeffizient zu transportieren. Dies ermöglicht es, Sensordaten dort zu generieren, wo dies bis heute schlichtweg nicht oder nur mit erheblichem Aufwand möglich war.

Die Entwicklung der IoT-Palette reiht sich ein in die Maßnahmen zum Leuchtturmprojekt Logistik, einer Initiative der Projektgruppe „Qualitative Anforderungen für IoT und industrielle Nutzung“ aus der Fokusgruppe „Aufbruch in die Gigabit-Gesellschaft“, die 2016 auf dem IT-Gipfel zur Digitalisierung von Logistikprozessen initiiert wurde. Das Projekt widmet sich insbesondere der Einführung von IoT-Kommunikationstechnologien zur Realisierung neuartiger logistikbezogener Services für ein durchgängiges, standardisiertes und sicheres Echtzeit-Monitoring und -Controlling von Fracht und mobilen Assets an wichtigen Logistikstandorten.

Das Leuchtturmprojekt Logistik soll mit seinem Fokus auf die IoT-Konnektivität im intelligenten Logistikraum helfen, die Anforderungen der Logistik mit den Experten der Telekommunikationsindustrie zielgerichtet zu spezifizieren und darüber hinaus eine mediale Aufmerksamkeit für die IoT-Kommunikationskonzepte in der Logistik zu gewinnen. Im engeren Sinne zielt das Projekt darauf ab, Anwendungen für die Logistik zu initiieren, Machbarkeitsstudien durchzuführen, Geschäftsmodelle zu entwickeln und deren Rollout zu begleiten.

 


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